Dortmunder-Box-Kampfrichterlegende Udo Saß gestorben!

Im Kreise seiner Familie ist der Goldnadelträger des Deutschen Amateur-Boxverbandes und DBS 20/50 am Dienstag, dem 11.August 2026, gestorben. Damit verlieren die Boxer einen sympathischen und fachkundigen Boxsportexperten.
Der ehemalige Vizepräsident des Westfälischen Amateurboxverbandes ist 84 Jahre alt geworden. 
Saß kam mit 14 Jahren zum TuS Eving-Lindenhorst. In dem Vorortverein bestritt er als aktiver Boxer 60 Kämpfe, von denen er, unter Anleitung seines Trainers Rudi Schelkmann, die meisten gewann.
Als späterer 1. Vorsitzender des Evinger Boxsportvereins wurden unter seiner Vereinsführung Stefan Böckstiegel und die Brüder Mattukat mehrmals Deutscher Boxmeister.
Nach Auflösung des Vereins in den 80er Jahren hat Saß seine sportliche Heimat im DBS 20/50gefunden.
Saß, der die Internationale Kampfrichterprüfung ablegte, war ein gefragter „dritter Mann“ im Boxring. Neben den 150 Einsätzen als Kampfrichter bei normalen Veranstaltungen stehen über 250 Bundesligaeinsätze in seinem Rekordbuch. Dazu kommen 30 Nominierungen bei Deutschen Boxmeisterschaften.
International war er für den DABV in Osteuropa im Einsatz. Sein Fachwissen und seine Objektivität wurden von allen Boxsportfreunden und Boxern geschätzt.
Saß, der über 59 Jahre verheiratet war, wurde von seiner Frau Renate, der Tochter Nicola und seinem Schwiegersohn Christian sehr unterstützt. Enkelkinder sorgten für ein buntes und schönes Familienleben.
Neben der Boxsportaktivität war Saß oft mit seinem Rennrad unterwegs. Hier holte er sich die nötige Kondition für seinen stundenlangen Kampfrichtereinsatz.
Udo Saß wird in die Ahnentafel des Dortmunder Boxsport 20/50 aufgenommen.

Mit sportlichen Grüßen
der DBS-Pressewart

Foto: Dieter Schütze